Grußwort September 2010

Gott sei Dank!!!
Oh Gott, oh Gott!!
Och, Gott, nee!

...
Wie schnell rutscht uns doch dieses kleine Wörtchen über die Lippen. Oftmals unbedacht.
Doch was, bzw. wer steckt eigentlich dahinter?
Hinter diesen 4 Buchstaben...

Kinder glauben, dass es wohl ein alter Mann sein müsse, der seinen Schaukelstuhl über den Wolken aufgestellt hat und hin und wieder mal seinen Rundgang durch den Himmel macht.
Viele Erwachsene lösen sich von diesem kindlichen Glauben entweder gänzlich oder vermuten eher, dass "Gott" eine übernatürliche Kraft sein müsse, die man wohl auch irgendwie erfahren kann.

Doch was sagt Gott über sich selbst?
Die Bibel ist gefüllt mit Geschichten, in denen Gott sich den Menschen zeigt, in denen er mit den Menschen redet und mit ihnen in Beziehung tritt.
Nicht als ein gebrechlicher Mann mit Krückstock, doch auch mehr als eine unpersönliche Macht.
Gott zeigt sich als eine Person, die alles daran setzt, um mit den Menschen in Berührung zu kommen. Wie ein Vater und wie eine Mutter, so ist auch Gott von tiefen inneren Gefühlen zu uns Menschen hingezogen.
Voller Liebe streckt er uns Menschen seit Beginn der Schöpfung seine Arme entgegen.
Voller Liebe, aber auch voller Schmerz sieht er jeden Tag zu, wie seine Kinder vor ihm davonlaufen.
Gott ist mehr als eine Kraft. Er ist eine Person, die von tiefen Gefühlen bewegt wird!
Er freut sich und jubelt, ist ärgerlich, empfindet Mitleid, und ja, er weint sogar manchmal.

"Ich weine Tag und Nacht und kann nicht aufhören, denn über mein geliebtes Volk ist furchtbares Unglück hereingebrochen, es ist unheilbar verwundet." (Jer 14,17 Gute Nachricht)

Bin ich mir bewusst, dass Gott solch tiefe Gefühle mir gegenüber hegt?
In seiner mütterlichen und väterlichen Liebe hat er mich im Mutterleib herangebildet.
Die eigentliche Absicht meiner Erschaffung ist, dass ich mit Gott in Beziehung lebe. Dass ich seine Liebe genießen und mich mit ihm über das Leben freuen kann.
  Doch was, wenn ich nicht in dieser Gewissheit lebe??
Auch als Christ gibt es viele solcher dunklen Stunden, in denen wir die Liebe Gottes und seine Versorgung in Zweifel ziehen.

Die Bibel spricht jedoch ganz deutlich von der fest bestehenden Liebe Gottes zu uns Menschen!
Er ist innerlich bewegt über mich. Er jubelt über mein Heil und weint über mein Unheil.

Gerade als Menschen, die an Jesus glauben, haben wir eine sichere Zusage.
So schreibt es der König David in Psalm 23. Und auch Jeremia appelliert an diesen Zuspruch Gottes (Jer 14,21). In allem scheinbaren Unheil, in jeder dunklen Stunde, dürfen wir wissen: Gott ist bei mir! Er steht mir zur Seite! Er hält mein Leben in seiner Hand und wird nicht zulassen, dass ich mich in der Finsternis verliere!

Es gibt nichts Besseres, als mit dieser Person GOTT in einer Beziehung zu leben! Denn er sorgt für seine Kinder wie ein liebender Vater und eine liebende Mutter.*

Ich wünsche dem Leser und jedem Menschen diese Erfahrung mit Gott und lade Sie ein, sich selbst auf die Suche zu begeben.

Gott segne Sie dabei!

Benedikt Jost

* die Bezeichnung Gottes als Mutter hat nichts mit emanzipatorischen Strömungen in unsrer Gemeinde zu tun ;-)