Wir Menschen meinen oft, wir hätten alles selbst in der Hand. Und so leben wir dann auch. Oftmals zu stolz einen anderen um Hilfe zu bitten. Erst wenn wir wirklich an unsere Grenzen stoßen und selber nicht mehr weiter wissen, dann ändert sich die Lage.
Not lehrt Beten – so sagt es ein altes Sprichwort.
Und leider stimmt es, dass wir oft erst in Krisenzeiten die Hilfe Gottes erflehen. Erst dann, wenn alle menschlichen Anstrengungen versagen, wenden wir uns an den allmächtigen Gott, dem doch nichts unmöglich ist.
Als Jerusalem für lange Zeit in Trümmern lag, da heißt es beim Propheten Daniel: „Und ich richtete mein Gesicht zu Gott, dem Herrn, hin, um ihn mit Gebet und Flehen zu suchen, mit Fasten im Sacktuch und in Asche.“ (Dan 9,3)
Not lehrt Beten und zeigt, dass jeder Mensch im Innersten doch irgendwie auf das Eingreifen Gottes hofft. An Daniel sehen wir nun, wie das Gebet tatsächlich etwas bewegt. Alle seine Worte kommen vor Gottes Thron und werden vom Allmächtigen gehört. Daniels Gebet bewegt den Himmel! Ein Engel steigt herab, um ihm neue Kraft zu geben. (Dan 10,12+19)
Auch wir können den Himmel bewegen! Wenn wir die Not unserer Welt erkennen und sie im Gebet vor den Thron Gottes bringen. Denn Gott gibt gerne Antwort auf das Flehen seiner Kinder. (Ps 50,15 / Mt 7,11)
Warten wir doch nicht erst bis die Not zu groß geworden ist!
Wenden wir uns heute schon voll Vertrauen an den allmächtigen Gott!
In diesem Sinne wünsche ich jedem einen bewegenden Sommer!
Ben Jost