Was ist das wieder für eine unsinnige Aussage der Bibel?
Und warum sagt es gerade Paulus - der hochgebildete Theologe und erfolgreiche Missionar? War er nicht der starke Macher, von dem mehr berichtet wird als von allen anderen Jüngern zusammen? Der den Verlauf der Christenheit maßgeblich bestimmte?
Nun, wenn wir uns sein Leben anschauen, dann merken wir, wie wenig "Erfolg" Paulus doch oftmals hatte. Wie er verleumdet und verspottet, geschlagen und gesteinigt, verachtet und vertrieben wurde. Hat er sich in diesen Situationen wie ein starker Siegertyp gefühlt?
Und vielleicht geht es uns manchmal ebenso. Dass wir keinerlei Stärke in uns sehen. Nur das eigene Versagen, das zum Himmel schreit. Ich persönlich kenne dieses Gefühl zu gut. Und ich erkenne meine Schwachheit ohne Bedenken an.
Doch nehme ich sie auch an, oder will ich nicht gleich sofort Gottes starkes Wirken sehen? Vielleicht ist es gerade meine Schwachheit und Erfolglosigkeit die Gott nutzen will...
So kann ich mich mit Paulus meiner Schwachheit rühmen! Kann Gott rühmen, auch wenn nichts wirklich Großartiges passiert und ich nichts wirklich Großartiges zustande bringe.
Jesus zum Beispiel hat menschlich gesehen auf ganzer Linie versagt. Von den Römern gefangen, von den Juden verspottet, von den Jüngern verlassen. Wie ein Verbrecher gekreuzigt.
Zeigt sich hier die Stärke Gottes?
Aber 3 Tage später wird Jesus durch die Kraft Gottes von den Toten zum Leben erweckt. Gott demonstriert in der Stunde menschlicher Schwachheit seine wirkliche Stärke, die sogar dem Tod die Macht entreißt!
Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
Lassen wir uns darauf ein und verlassen uns darauf, dass Gott gerade dann, wenn nichts so richtig läuft, dennoch am Werk ist.